Mit dem eBike und Solarstrom in Norwegen – So war ich unterwegs

“Hallo Andreas, bist du mit einem eBike unterwegs? Wie machst Du das mit dem Strom zum Laden? Wie viele Batterien hast Du? Diese oder ähnlich Fragen haben mich erreicht. Daher möchte ich in diesem Post etwas darüber erzählen wie ich unterwegs war und wie ich an Strom gekommen bin.

Wieso eigentlich mit dem eBike, das ist doch was für alte Leute. Genau das hab ich auch immer gedacht bis ich mal mit dem eBike meiner Eltern gefahren bin. Na was soll ich sagen, es macht schon richtig Spaß. Von vielen wird es noch belächelt aber am Ende des Tages kannst du mit dem eBike ähnlich viel Energie verbrennen wie mit einem herkömmlichen Rad, durch die Unterstützung kommst du aber weiter. Ein Hauptgrund für diese Tour war die Fotografie und das bedeutet oft anhalten und absteigen. Das kostet Zeit und Du kommst einfach nicht so weit, daher konnte ich etwas Unterstützung gebrauchen um die vielen Stops etwas zu kompensieren.

Aber wie kommt man mit dem eBike nach Norwegen, fliegen geht wegen dem Akku nicht. Ok, evt. kann mich ja mein Vater mit dem Auto hinfahren? Als ich die Idee mit ihm besprochen hatte stellte sich heraus das er mich nicht nur hinbringen möchte sondern auch gern mit dabei wäre. Urlaub mit Daddy, warum eigentlich nicht, hatten wir schon lange nicht mehr :-). Allerdings gab es ein paar Gründe die das Zelt als Unterkunft ausschieden ließen und so gab es dann einen kleinen aber feinen Wohnwagen. Damit war die Frage der Hinfahrt und der Unterkunft geklärt.

Norwegen ist kein flaches Land, da geht es ständig bergauf und bergab, auch kann es sehr kalt werden, das macht es schwer die Reichweite des eBike und damit die Streckenabschnitte zu kalkulieren. Hinzu kommt das es bei der geringen Besiedlungsdichte in Nord-Norwegen auch nicht alle 20 km eine Steckdose gibt. Damit war irgendwie klar das ich unabhängig werden muss.
Ungefähr 3 Nächte später hatte ich dann alle Informationen um mir eine passende Solaranlage zu bestellen. Etwa 14 Tage später waren sie da, die hocheffizienten Solarpanales in Leichtbauweise, die mich nun unabhängig von einer Steckdose machen sollten. Eine Batterie sollte die Energie Zwischenspeichern und ein Spannungswandler sorgte für 220V so das ich meine Ladegerät für eBike oder Laptop anschließen kann. Nochmal 2-3 Tage und das Montage-Chaos neigte sich dem Ende.

Jetzt konnte uns nichts mehr aufhalten. Zusammen mit den Rädern auf dem Wohnwagen ging es etwa 14 Tage Richtung Norden, über Stavanger und Trondheim bis zum Nordkap. Dann wurde es ernst, von nun an ging es für mich nur noch mit dem Rad weiter und Daddy fuhr mit Auto & Wohnwagen immer die Tagesetappe vor und radelte mir dann oft von dort entgegen. Da wir uns nördlich vom Polarkreis befanden war es immer hell und das Laden der Akkus kein Problem. Wenn es mal bewölkt war dann half die Batterie. Je weiter wir nach Süden kamen desto dunkler wurde es jedoch am Abend, hier haben wir dann die Strategie etwas angepasst und Daddy ist nur die halbe Tagestour vorgefahren, so das ich unter Tage laden konnte.

Im Großen und Ganzen hat das auch alles funktioniert, nur wenn es mehrere Tage nacheinander wolkig war mussten wir eine Steckdose zur Unterstützung suchen oder entsprechend lange warten. So bin ich mit einem Akku eigentlich recht gut ausgekommen. Eine Verbesserung würde ich aber für das nächste Mal vornehmen. Bosch bietet ein 12 V Ladegerät an, damit wären die Verluste die bei der Umwandlung auf 220V auftreten wesentlich geringer, der Solar-Strom würde wesentlich effizienter genutzt und man bleibt länger unabhängig.

Ich hoffe ich konnte Eure Fragen beantworten (ansonsten schreibt mir einfach) und ja, richtig gelesen “… so war ich unterwegs…” und “… beim nächsten Mal …”. Leider gab es ein Ereignis in Deutschland so das ich die Tour früher beenden musste und es mit dem Auto wieder zurück ging. Daher ist dies vorerst der letzte Post zu der Reise oder sagen wir Reiseabschnitt denn ich möchte diese Tour definitiv fortsetzen und der Kalender liegt hier schon …

Bleibt noch zu sagen das ich mich riesig freue das Ihr mir so fleißig auf dem Blog gefolgt seid, sage Tschüß bis zum nächsten kleinen Abenteuer und hoffe das Ihr dann auch wieder dabei seid.
Euer Andreas.

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